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Fachliche Struktur

Unser Forschungsprogramm beruht auf einer nahe liegenden Zerlegung der Funktionalität eines Gerätes in einzelne funktionale Ebenen. Innerhalb dieser funktionalen Ebenen untersuchen wir die dort jeweils sinnvollen Strategien für eine dezentrale Kooperation.

Damit ergeben sich die folgenden Forschungsschwerpunkte:

Forschungschwerpunkt 1: Kontexterkennung und -analyse:

Nutzung verteilter und vernetzter Sensorik für die Bestimmung des aktuellen Kontextes, insbesondere für die räumliche Konfiguration von Nutzern und Geräten in der aktuellen Umgebung. Modelle für die Repräsentation von Kontexten und für die Beschreibung quantitativer Aussagen Über die Erwünschtheit von Situationen.

Forschungschwerpunkt 2: Multimodale Interaktion und Visualisierung:

Visualisierung von Informationen in verteilten Infrastrukturen und auf ubiquitären Displays. Adaptiven Interaktionen mit der aktuellen Geräteinfrastruktur auf Basis expliziter Aufgabenmodelle.

Forschungschwerpunkt 3: Intentionserkennung und Strategieentwicklung:

Abstimmen einer Hypothese Über die Intention des Nutzers im Ensemble auf der Basis von Kontextdaten, Nutzerpräferenzen, expliziter Interaktion und Wissen Über die aufgabentypischen Handlungsabläufe des Nutzers. Kooperative Bereitstellung einer gemeinsamen Strategie für die Unterstützung des Nutzerziels im Ensemble, koordinierte Durchführung dieser Strategie.

Forschungschwerpunkt 4: Datenhaltung, Ressourcen- und Infrastrukturmanagement:

Ensemble-weite Basisdienste für die Realisierung von Kooperationsstrategien: Ressourcenadaptive infrastrukturfreie Kommunikationsmechanismen für dynamische Ensembles, Mechanismen für das verteilte Management multimedialer Informationen in einem Ensemble und ensemblefähige Vertraulichkeitsmodelle. Effziente Nutzung der Kommunikations-, Rechen- und Energieressourcen im Ensemble.

 

Es ist vorstellbar - tatsächlich erwünscht - dass im Rahmen der Forschungsaktivitäten im Graduiertenkolleg zwischen diesen funktionalen Bereichen Schnittstellen entstehen, die nicht nur den fachlichen Austausch zwischen den beteiligten Wissenschaftlern repräsentieren, sondern tatsächliche Software-Schnittstellen. Wir verzichten jedoch ausdrücklich auf die Definition eines Themas "Middleware" bzw. "Architektur" für die erste Phase des Kollegs. Basierend auf eigenen Vorerfahrungen bei der architektonischen Federführung in den Projekten Embassi und DynAMITE wollen wir vermeiden, dass frühzeitig entstehende Architekturdiagramme den Wettbewerb alternativer und kontroverser Lösungskonzeptionen behindern. Ziel unseres Kollegs ist nicht die Entwicklung eines homogenen Softwaresystems, sondern zuvorderst der Gewinn von Erkenntnis darüber, welche Mechanismen für die einzelnen Bereiche eines Ensembles überhaupt in Frage kommen.

Vernetzungsgrafik


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gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
21.10.17